Der neue Wettlauf um Afrika

16. Mai 2018

Mittwoch, 19.30

„Keinesfalls den Chinesen Überlassen“

Dozent: Jörg Kronauer, Sozialwissenschaftler und freier Journalist

Sie gehört seit Jahren zum Standart- Forderungskatalog jeder Bundesregierung: Eine neue Afrika-Politik Deutschlands und der EU, die der Bundesrepublik stärkeren Einfluss auf Afrika verschafft. Dieser Kontinent verfügt über riesige Rohstoffvorräte, seine Bedeutung als Absatzmarkt für Industrieprodukte aus Deutschland wächst. Exklusivere Beziehungen dorthin sind in Berlin und Brüssel höchst erwünscht. Die Bundesregierung hat während des deutschen G20-Vorsitzes vorgeschlagen, dass ein Marshall-Plan für Afrika dies richten solle. Allerdings tun Berlin und Brüssel sich schwer, ökonomische Interessen durchzusetzen. Für viele afrikanische Staaten ist China inzwischen zum wichtigsten Wirtschaftspartner geworden. Auch deshalb setzt die Bundesrepublik mittlerweile immer stärker aufs Militär. Dabei ist die Haltung des Auswärtigen Amtes klar: Entschädigungen für Kolonialverbrechen des Deutschen Reiches kommen nicht in Frage.

Ort: AWO -Tagesstätte, siehe Anfahrt